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Népszabadság - Ungarn | Dienstag, 18. März 2008

Miklós Tamás Gáspár über die Abschaffung des Sozialstaats

Vor einigen Wochen hat Ungarns Ministerpräsident Gyurcsány die Einführung eines "Arbeitstests" für Arbeitslose angekündigt, der darüber Auskunft geben soll, wer arbeitstauglich ist und wer nicht. In Zukunft sollen nur noch diejenigen staatliche Unterstützung erhalten, die bereit sind, auch gemeinnützige Arbeit anzunehmen. Der Philosoph Miklós Tamás Gáspár ist der Meinung, dass damit die letzten Reste des Sozialstaats abgeschafft werden: "Dies ist eine historische Wende - zurück ins 18. Jahrhundert, als Arbeitslosigkeit (das 'Herumlungern mit kriminellen Absichten') noch bestraft wurde, zum Beispiel mit gemeinnütziger Arbeit... Dazu dient die Maßnahme des Arbeitstests: Früher war das Wohlfahrtssystem nur bevormundend, nun soll es polizeilich funktionieren und dazu dienen, durch Kontrollen und Schikanen so viele Menschen wie möglich aus den verarmten sozialen Versorgungsstrukturen auszuschließen und verbliebene Fluchtwege zu verbauen."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 18. März 2008

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