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Financial Times - Großbritannien | Dienstag, 18. März 2008

Spanien stellt die europäische Rangfolge auf den Kopf

"In Westeuropa herrscht eine feste Hackordnung der Vorurteile. Die Briten blicken auf die Franzosen herab, die Franzosen blicken auf die Italiener herab, die Italiener blicken auf die Spanier herab, die Spanier blicken auf die Portugiesen herab - und alle fürchten die Deutschen und machen sich über sie lustig", stellt Gideon Rachman fest. "Doch die Spanier haben diese Hierarchie der Fremdenfeindlichkeit durcheinander gebracht. Spanien ist jetzt reicher, angesagter und dynamischer als Italien. Es rühmt sich, Europas meistgelobten Küchenchef zu haben (Ferran Adrià), den angesagtesten Filmregisseur (Pedro Almodóvar) und den reichsten Fußballklub (Real Madrid). Über keine Stadt wird in Europa mehr gesprochen als über Barcelona... Diese kulturellen Veränderungen schlagen sich in der realen Welt nieder. 2006 übertraf Spaniens Brutto-Inlandsprodukt das Italiens. Der Durchschnittsspanier ist heute reicher als der Durchschnittsitaliener - das wäre Anfang der 1980er Jahre, als Spanien die Isolation des Franquismus überwand, undenkbar gewesen. Und im Vergleich mit der maßlosen Instabilität Italiens wirkt die spanische Regierungsführung ausgesprochen berechenbar."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 18. März 2008

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