The Guardian - Großbritannien | Dienstag, 1. April 2008
Wider das Arbeitsplatz-Argument
"Noch der größte Unsinn kann mit der Schaffung von Arbeitsplätzen gerechtfertigt werden", kritisiert George Monbiot. "Es ist zwar richtig, dass Investitionen Jobs schaffen. Doch das Arbeitsplatz-Argument wird benutzt, um alles und nichts zu rechtfertigen. Wenn eine Rezession zuschlägt, dann steigt der politische Wert aller Lösungen, die zu mehr Jobs führen. Projekte, die in besseren Zeiten vielleicht von Planern oder Ministern abgelehnt worden wären, finden plötzlich Anklang. Jeder, der im Weg steht - egal wie unausgegoren die Vorhaben sind -, wird als Technikfeind verunglimpft. Die große Frage wird in der Presse selten gestellt: Wie zuverlässig sind diese Versprechen? Immer, wenn es um einen neuen Rüstungsvertrag, einen neuen Supermarkt, eine neue Straße oder einen neuen Flughafen geht, dann reden die Zeitungen und Sender ständig von Beschäftigungszahlen, ohne sie in Frage zu stellen. Nur selten ziehen sie die Geschichte anders auf und fragen, ob sich die Versprechungen erfüllt haben."
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