Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Montag, 7. April 2008
Abschied in Sotschi
Das letzte Treffen der beiden Präsidenten sei vor allem von einer "sentimentalen Stimmung" geprägt gewesen, findet Sonja Zekri. "Nichts von dem, was die beiden Präsidenten in Sotschi präsentierten, ist unumkehrbar... Dass ein paar schöne Stunden am Schwarzen Meer und ein exquisites Abendessen nicht ausreichen würden, um den monatelangen Streit um den US-Raketenschild in Osteuropa endgültig auszuräumen, hatte sich schon vorher angedeutet... Amerika hat Russland in den vergangenen Jahren weitgehend links liegen gelassen. Das war fahrlässig. Russland hat sich in eine Krawallrhetorik hineingesteigert, die selbst berechtigte Anliegen übertönt hat. Das war riskant. Die Signale aus Sotschi lassen ein gewisses Erschrecken über diese Entwicklung erkennen, sie zeigen aber auch, wie schwer es inzwischen geworden ist, das Ruder herumzureißen."
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