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Respekt - Tschechien | Dienstag, 8. April 2008

Die Probleme des slowakischen Premiers mit den Journalisten

Die slowakische Regierung will ungeachtet aller Proteste ein neues Pressegesetz durchsetzen. Für heute ist eine letzte Beratungsrunde im Parlament angekündigt. Martin M. Šimečka, viele Jahre Chefredakteur der slowakischen Qualitätszeitung Sme, erläutert die Hintergründe der Wut des linkspopulistischen Premiers Robert Fico auf die journalistische Zunft: "In der Slowakei existiert praktisch keine linke Presse. Die heutige Journalistengeneration wuchs entweder in der Zeit des Kampfes gegen [den autokratischen Ex-Premier] Mečiar auf oder mit der konservativen Ideologie der Regierung Dzurinda. Das Übergewicht konservativer Meinungen in den Medien ist im europäischen Maßstab eine Anomalie, höchstens vergleichbar mit der ersten Hälfte der 1990er Jahre in Tschechien, wo es aber mit Právo wenigstens eine linke Zeitung gab. Ficos Regierung beherrscht zwar das öffentlich-rechtliche Fernsehen, aber das ist nur ein schwacher Trost für sein frustrierendes Gefühl der Einsamkeit im medialen Raum."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 8. April 2008

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