The Guardian - Großbritannien | Mittwoch, 9. April 2008
Bleibt der Irak auf unbestimmte Zeit besetzt?
Nach Großbritannien haben auch die USA angekündigt, dass sich der Truppenabzug aus dem Irak verzögere. Simon Jenkins kritisiert: "Die Besatzung des Irak wird nun offiziell eine unbegrenzte Zeit dauern. Denn für zu viele Politiker steht zu viel auf dem Spiel, als dass sie laut über einen Abzug nachdächten... Aber es wird keinen Frieden in den schiitischen Gebieten geben, keinen Frieden zwischen Schiiten und Sunniten und keine Lösung bei den Problemen, die Araber und Kurden entzweien - und zwar solange nicht, wie die Besatzung nicht beendet ist. Die Besatzung bringt die Politik zum Erliegen. Der Rest ist Stückwerk. Es ist eine Binsenweisheit, dass zwischen der Regierung, der schiitischen Mahdi-Armee und den schiitischen Badr-Brigaden, der Armee, der Polizei und den sunnitischen Kriegsherren eines Tages eine Verständigung möglich werden wird. Wann das geschieht, hängt von der Dauer der Besatzung ab... Die Annahme, ausgerechnet die USA und Großbritannien, die dieses Chaos angerichtet haben, könnten hilfreich sein, wenn sie weiter dort bleiben, Bomben werfen und herumballern, ist lächerlich."
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