Die Presse - Österreich | Dienstag, 14. Februar 2006
Beschränkung des Uni-Zugangs
Österreich versucht seit längerem die große Zahl deutscher Medizin-Studenten an seinen Universitäten zu begrenzen. Eine erste Reglementierung wurde vom Europäischen Gerichtshofs (EuGH) im Sommer 2005 für rechtswidrig erklärt. Nun gibt es einen neuen Vorschlag, Martina Salomon kommentiert: "Die neue Uni-Ausländerquote löst vorübergehend das EuGH-Problem. Was fehlt, ist ein seriöser Bildungsplan... Rechtlich ganz astrein ist die neue Zugangsregelung - 75 Prozent der Plätze an den Medizin-Unis bleiben für Österreicher reserviert - wohl nicht. Doch sie hält uns das Problem eine Zeitlang vom Leib. Jedenfalls bis zum nächsten Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Belgien macht es übrigens nicht anders. Das mit französischen Uni-Flüchtlingen kämpfende Land hat Anfang Februar eine ähnliche Lösung verkündet: Der Ausländeranteil an den betroffenen Unis wurde auf 30 Prozent limitiert."
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