Die Presse - Österreich | Freitag, 11. April 2008
Droht eine dritte Runde Berlusconi?
Ob nun Berlusconi oder Veltroni die Wahlen gewinnt, einen Ausweg aus der gesellschaftlichen Krise des Landes wird keiner von beiden weisen, meint Wieland Schneider. "Das Wirtschaftswachstum tendiert gegen null, die Inflation hat den höchsten Stand seit mehr als zehn Jahren erreicht. Die Preise für Lebensmittel und andere Alltagsgüter sind gestiegen, das Geld vieler Familien wird immer knapper... Mächtige Gewerkschaften, die Reformen blockieren; ein aufgeblähter teurer Staatsapparat, der aber letzten Endes ineffizient ist; weit verbreitete Vetternwirtschaft – all das sind Dinge, die das ohnehin schon erschöpfte Land nur noch weiter belasten. Und von der Politik ist hier keine Abhilfe zu erwarten; denn sie ist Teil dieses Systems... Ein Ende der Talfahrt Italiens ist weiter nicht in Sicht."
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