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The Guardian - Großbritannien | Freitag, 11. April 2008

Simon Jenkins über die Macht des Mob

Der "Mob" sei ein bislang unterschätztes politisches Phänomen, meint Simon Jenkins anlässlich der Störungen des olympischen Fackellaufs. "Eine Menschenmenge, die auf den Straßen einer Hauptstadt Amok läuft, übertrifft in den Köpfen der Politiker in gewisser Weise die Meinungsumfragen und Wahlsiege. Wenn die Bewohner der Paläste der Macht durch die Vorhänge linsen und das Geschrei der Massen hören, bekommen sie weiche Knie... Der Mob diese Woche in London, Paris und San Francisco war winzig und nicht repräsentativ für die in der Mehrheit nicht gewaltorientierte Meinung der Tibeter. Doch mit Hilfe eines Publicity-Tricks schaffte es der Mob, der mächtigsten Diktatur der Welt, China, einen erniedrigenden Schlag zu versetzen... Die Olympische Spiele haben eine Art Hebelwirkung für den Mob... 20 bis 30 Milliarden Dollar wurden in Olympia investiert - und das soll sich innerhalb von zwei Wochen auszahlen. Diesmal verleiht die allgemeine Sensibilität für dieses Thema den Straßenaktivisten ungewöhnlich viel Macht, Macht, die sogar dazu führen kann, dass die Chinesen ihre Repressionen einschränken."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 11. April 2008

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