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Der Standard - Österreich | Donnerstag, 17. April 2008

Die Inflation in der Eurozone

Angesichts der Inflation stellt Michael Moravec fest, dass das Bild vom Euro als Garant stabiler Preise derzeit ordentlich Kratzer bekommt. "Vor allem, wenn man ihn mit dem britischen Pfund, dem Schweizer Franken, schwedischen oder norwegischen Kronen vergleicht. Während die Eurozone für den März im Jahresabstand eine Inflation von 3,6 Prozent verzeichnen musste, kamen die Briten und die Schweizer mit vergleichsweise niedrigen 2,5 Prozent davon. Eine einfache Erklärung gibt es laut Ökonomen dafür nicht, sondern eher mehrere Gründe. Einer ist aber, dass die Länder ohne Euro ihre Geldpolitik deutlich treffsicherer auf ihre Wirtschaft abstimmen können. Die Briten haben mit einem höheren Zinssatz die Inflation effektiver bekämpft. Die Europäische Zentralbank muss dagegen für 15 Länder eine Geldpolitik machen... Die Länder der Eurozone bezahlen derzeit den Preis der gemeinsamen Währung, der höher als erwartet ausfällt, weil fast alle Länder die notwendigen Struktur- und Finanzreformen verschoben oder abgesagt haben."

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