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Kulturní týdeník A2 - Tschechien | Freitag, 18. April 2008

Petr Fischer über die Radar-Debatte in Tschechien

Der amerikanisch-tschechische Vertrag über die Errichtung des US-Radars für die Raketenabwehr ist unterschriftsreif. Petr Fischer analysiert aus diesem Anlass die Debattenkultur in Tschechien: "Erstens: Wir können nicht diskutieren. Statt zu diskutieren, polemisieren wir nur. Zweitens: Wir gebrauchen keine Argumente, sondern Fehlinterpretationen. Jede Kritik wird unterdrückt. Wer gegen das Radar ist, ist mit den Russen, also ein Feind Tschechiens. Mehr noch, er ist außerdem mit den Kommunisten. Und wer Kommunist ist, ist ein Verbrecher. Kurz: Kritikern muss man nicht zuhören, ihre Meinung hat in der demokratischen Gesellschaft keine Berechtigung. Drittens: Die Zweifel bleiben. Eine Diskussion, die keine ist, hinterlässt mehr Fragen als Antworten. Bis jetzt ist unklar, ob der Raketenschild Teil der gemeinsamen Verteidigung der Nato wird. Bislang sucht man lediglich eine Möglichkeit, das Radar in etwas einzubinden, das bislang überhaupt nicht existiert – ein gemeinsames Abwehrsystem."

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