Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Dienstag, 22. April 2008
Der Kampf gegen die Waffen im Kleiderschrank
"Jährlich sterben - Suizide eingeschlossen - in der Schweiz dreihundert Menschen durch Armeewaffen," berichtet Jürg Altweg. Drei Millionen Schusswaffen lagerten in Schweizer Haushalten, durch kein Register erfasst. Nach mehreren dramatischen Morden haben prominente Politikerinnen den Sturmgewehren im Kleiderschrank den Krieg erklärt: "Niemand zweifelt am Ausgang dieses Kulturkampfs der Geschlechter. Er wird ein Land verändern, das seine Begründung auf den mutigen Meisterschützen Wilhelm Tell zurückführt... Ihre Gegner wissen längst, dass sie nur noch heroische Rückzugsgefechte führen... Im Parlament wurde der Vorschlag gemacht, die Sturmgewehre den Soldaten ohne Versatzstück zu überlassen, dann wären sie schießuntauglich. Die einen wollen so das Symbol retten, andere halten das für lächerliche Folklore."
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