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Le Soir - Belgien | Mittwoch, 23. April 2008

Spannungen zwischen Frankreich und China

"Der französische Präsident hat sich zu spät dafür entschuldigt, dass die chinesische Sportlerin Jin Jing bei den Protesten gegen den Fackellauf schlecht behandelt worden ist. Jin Jing ist die neue Heldin des chinesischen Patriotismus und der französische Präsident muss sich nun in der chinesischen Presse und im Internet als Feigling bezeichnen lassen. Oder man lässt es sich nicht nehmen, ihn mit Angela Merkel zu vergleichen, die kürzlich an ihrer Kritik an den chinesischen Menschenrechtsverletzungen festgehalten hat", schreibt Jurek Kuczkiewicz. "Wie man eine Zunahme wirtschaftlicher Verflechtungen mit Menschenrechten verbinden kann, für diese Herausforderung ist noch keine Zauberformel gefunden. Doch es wäre zu einfach, die Irrtümer auf diesem unbequemen Weg nur den Politikern zuzuschreiben. Denn nicht nur Unternehmer oder Politiker wollen Geschäfte machen: Wer keine Sportschuhe oder T-shirts aus chinesischen Fabriken trägt, wer nicht mit Treibstoffen fährt, die aus Ländern kommen, denen Benzin wichtiger ist als Demokratie, der werfe den ersten Stein..."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 23. April 2008

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