Népszabadság - Ungarn | Dienstag, 6. Mai 2008
Konflikt der ungarischen Minderheit in Rumänien
Tibor Kis macht sich vor den bevorstehenden rumänischen Regionalwahlen über den Streit der ungarischen Minderheit in Rumänien Gedanken. "Dieser Tage stehen sich die zwei widerstreitenden Kräfte kampfeslustig gegenüber. Sie wollen die Dominanz auf dem politischen Feld der ungarischen Minderheit in Siebenbürgen erlangen. ... Große Blutverluste wird es vor allem in den ethnisch gemischten Gebieten geben, wo in Ermangelung einer Einheit die ungarische Repräsentanz in den Gemeinderäten schrumpfen wird. ... Das Bild, das sich nun offenbart, ist denkbar bizarr: Während sich die Parteien der ungarischen Minderheit in den Haaren liegen, blasen die Parteien der rumänischen Mehrheitsnation gemeinsam zum Kampf gegen die 'ungarische Gefahr'. Das ungarische Mutterland kann zur Verhinderung des siebenbürgischen Bruderkriegs - schmerzlicherweise - gar nichts mehr tun. Es bleibt nur zu hoffen, dass als Folge der Selbstzerfleischung ihrer politischen Vertreter die rund 1,5 Millionen Ungarn in Rumänien nicht alleine und orientierungslos zurückbleiben - sie sind nämlich die wahren Leidtragenden dieses unappetitlichen Bruderkriegs."
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