Népszabadság - Ungarn | Donnerstag, 8. Mai 2008
Das slowakische Wunder
Miklós Blahó schreibt im Zusammenhang mit der Einführung des Euro im kommenden Jahr von einem "slowakischen Wunder": "Es ist beispielhaft, wie sich unser nördlicher Nachbar innerhalb von nur sechs Jahren aufrappeln konnte. ... Nach der politischen Wende geriet die Slowakei wegen der Politik von Vladimir Meciar rasch ins internationale Abseits. Ihre Aufnahme in die Europäische Union ... wurde sogar ernsthaft in Frage gestellt. Dies blieb nicht ohne Wirkung. Die Slowakei entledigte sich Meciars und wählte eine konservative Regierung, die umgehend daran ging, den wirtschaftlichen Anschluss voranzutreiben. Sie hob das Renteneintrittsalter an, schaffte Privatrentenkassen, führte Praxis-, Krankenhaus-, Dosen- und Studiengebühren ein ... . Sie beschnitt allerdings auch die sozialen Ausgaben, was zur Folge hatte, dass die Ärmsten - vorwiegend die in Ghettos lebenden Roma - in bitterer Armut verharren."
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