Kathimerini - Griechenland | Sonntag, 1. Juni 2008
Euro ist nicht an allem Schuld
Der Euro ist nicht an allem Schuld und besonders nicht an den Preiserhöhungen, schreibt die Tageszeitung Kathimerini. "Deutschland und Frankreich benutzen ebenfalls den Euro, aber dort kostet eine Tasse Kaffee weniger als in ein Café in Griechenland. … Der starke Euro hat die Griechen vor den schlimmen Folgen der Verdoppelung der Preise des Erdöls und der Lebensmittel … geschützt. … Die niedrigen Zinsen ... haben vielen ermöglicht, ein Darlehen zu bekommen und ein Haus oder ein neues Auto zu kaufen. Gleichzeitig hat sich das Realeinkommen in Griechenland um etwa zehn Prozent erhöht (wobei es in Deutschland um zehn Prozent gefallen ist). ... Das Geld der Konsumenten hat eine wichtige Rolle beim Wachstum gespielt, hat aber die Importe sehr stark erhöht. ... Die Produkte sind teurer geworden, weil es Leute gab, die sie bezahlten. Das Endergebnis war, dass diejenigen, die Geld hatten, an ihre Grenzen gestoßen sind, während diejenigen, die von ihren niedrigen Löhnen leben müssen, große Schwierigkeiten haben."
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