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Eesti Päevaleht - Estland | Montag, 30. Juni 2008

Eklat auf finnisch-ugrischem Gipfel

Der Kongress finnisch-ugrischer Völker im sibirischen Chanty-Mansijsk endete in einem Eklat, nachdem Estland Staatspräsident Toomas Hendrik Ilves infolge von russischen Anschuldigungen gegen sein Land den Saal verließ. Die Tageszeitung Eesti Päevaleht sieht die Beziehungen der beiden Länder auf einem neuen Tiefpunkt: "Dies zeigt wieder einmal, dass das Vertrauen zwischen Estland und Russland gestört ist und man die Beziehungen nicht anders als einen kalten Frieden charakterisieren kann. Und es bestätigt sich wieder einmal, dass es sich nicht lohnt, sich irgendwelchen Illusionen auf einen baldigen Durchbruch hinzugeben. Das Treffen von Ilves und Medwedew am Samstag war da noch eine ungewöhnlich positive Episode, aber der folgende Skandal auf dem Kongress hat die Positionen wieder auf den Nullpunkt gebracht. … Russland hat wieder einmal gezeigt, dass es nicht wünscht, sich auf die konstruktive Politik der kleinen Schritte einzulassen, sondern auch künftig die großen und problematischen Themen wie die Staatsbürgerfrage politisieren will."

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