De Standaard - Belgien | Mittwoch, 16. Juli 2008
Belgien neu aufbauen
Nach dem Rücktritt des belgischen Ministerpräsidenten Leterme befasst sich die Tageszeitung De Standaard mit Auswegen aus der Krise: "Es ist nun deutlicher als jemals zuvor, dass das Land, das Belgien heißt, aufs neue aufgebaut werden muss. Dass es einen neuen und gründlichen Dialog geben muss über das Verhältnis zwischen den Gemeinschaften untereinander und über die Beziehung zwischen der föderalen Regierung, den Gemeinschaften und Kommunen. ... Die Beratungen, die König Albert gestern erneut aufgenommen hat, haben nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn der Hof und alle betroffenen Staatsmitglieder die einfache Tatsache beachten, dass sich dieses Land von einem unausgewogenen föderalen Modell zu einem gleichgewichtigen und solidarischen konföderalen Modell wandeln muss. Sonst werden wir, mit oder ohne Leterme, gegen die Grenzen unseres heutigen Systems prallen. Diese Grenzen neu zu ziehen ist die beste Garantie für eine soziale, ökonomische und ökologische Politik, die auf die Bedürfnisse von Flandern, Brüssel und Wallonien ausgerichtet ist. Also von allen Belgiern."
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