Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 16. März 2006
Besorgnis vor den Wahlen in Weißrussland
"Die gegenwärtige Lage in Weißrussland unterscheidet sich nicht wesentlich von der in Polen oder der Tschechoslowakei während der siebziger und achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, und ganz wie damals scheint auch heute die Situation aussichts- und hoffnungslos zu sein", schreiben Vaclav Havel und Lech Walesa, ehemals Staatschefs in Tschechien und Polen, in einem gemeinsamen Beitrag, entwerfen aber ein hoffnungsvolles Szenario für Weißrussland: "Lukaschenkos autoritäres Regime wird nicht auf Dauer in der Lage sein, dem wachsenden bürgerlichen Selbstbewusstsein zu widerstehen. Falls die Europäische Union diese Bewegung wirkungsvoll unterstützt, wird das letzte undemokratische Regime in ihrer Nachbarschaft ebenso schnell zusammenbrechen, wie die kommunistischen Regime es einst taten."
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