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La Repubblica - Italien | Montag, 1. September 2008

Papst bricht das Schweigen

Die Tageszeitung La Repubblica kommentiert die gestrige Rede von Papst Benedikt XVI. im Rahmen des traditionellen Angelusgebets, in der er auf die illegale Einwanderung in Europa eingeht: "[Die Rede] bricht das Schweigen und macht der sanften, konventionellen Politik ein Ende. Der Papst fordert die europäischen Länder auf, die irregulären Immigranten aufzunehmen. ... Mit wenigen Worten hat der Papst den Schleier der Stummheit und Taubheit zerrissen." Der Papst habe jedoch nicht direkt die viel kritisierte italienische Einwanderungspolitik angesprochen, da "das von Papst Ratzinger gezeichnete Bild das Phänomen der Immigration generell betrifft, nämlich einen historischen Prozess, der mit einer wirksamen Politik im Geiste des christlichen Glaubens in Angriff genommen werden muss. Die Kirche lässt sich aber nicht von der Politik und schon gar nicht von der neokonservativen Härte einnehmen. Die Schwäche der Versuche der Regierungspartei, die Führungsspitzen de Kirche für sich zu gewinnen, wird offensichtlich."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 1. September 2008

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