Die Presse - Österreich | Mittwoch, 17. September 2008
Europas Roma
Keine Sonderbehandlung für die Roma in Europa, sondern Gleichberechtigung wäre die richtige Lösung des Integrationsproblems, schreibt die Die Presse: "Erstmals durfte nun Europas größte Minderheit bei einem EU-Treffen über ihr Schicksal mitreden. Und siehe da: Die Roma wollen keine geförderten Siedlungen, sondern Zugang zu Sozialwohnungen. Sie brauchen keine Beschäftigungsprogramme für Hilfsarbeiter, sondern gut durchmischte Schulklassen. Die Hälfte der Roma in Osteuropa ist jünger als 20 Jahre. Statt ihr Potenzial zu nutzen, werden sie in Sonderschulen abgeschoben. Dabei wäre Bildung der einzige Hebel. Doch da müssten auch die 'Europäer' mitspielen und zulassen, dass ihr Nachwuchs die Schulbank mit den Schmuddelkindern drückt. Dann gäbe es vielleicht in zwei Generationen kein Problem mehr, um dessen korrekten Namen man ringen müsste."
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