La Repubblica - Italien | Mittwoch, 17. September 2008
Auktion der Rekorde
Der britische Künstler Damien Hirst hat durch den Direktverkauf seiner Werke auf einer Auktion bei Sotheby´s in London einen Rekorderlös von insgesamt 145 Millionen Euro erzielt. Die Tageszeitung La Repubblica beleuchtet die unterschiedlichen Sichtweisen von Kritikern und Käufern auf die Werke Hirsts. "Damien Hirst ist der provokanteste und kontroverseste Künstler aller Zeiten. Sein Verzicht auf die Vermittlung durch die beiden renommierten Galerien, die in den vergangenen Jahren seine Werke verkauft haben, war eine Geste der Herausforderung. Er hat [den Kampf] gewonnen und ist noch reicher geworden. ... Die Kritik ist seit jeher geteilter Meinung. Der Werbefachmann und Kunstsammler Charles Saatchi, der ihn entdeckt und als erster in ihn investiert hat, sieht in den Werken ... eine scharfsinnige und moderne Reflexion über den Tod. Andere, darunter der angesehene Kunstkritiker Robert Hughes, unterstreichen, dass die Werke gar nicht seine, sondern die seiner 200 Mitarbeiter seien. Wie dem auch sei, der elitäre Markt der Sammler verehrt ihn. Die VIPs kamen bewaffnet mit Schildern zum Mitbieten. Russen, Araber, Inder, Chinese, Engländer und Amerikaner. Börsenabsturz? Globale Rezession? Bankpleiten am laufenden Band? Die einzige Sorge in dem engen Saal in der Bond Street war, den Nachbarn zu überbieten."
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