Blog Lluís Foix - Spanien | Mittwoch, 17. September 2008
Lluís Foix sieht Parallelen zum New Deal
Die freie Hand des Marktes stoße an seine Grenzen, kommentiert Lluís Foix in seinem Blog. In Washington würde eine neue Finanzpolitik anbrechen, unabhängig davon, wer die Wahlen gewinnen würde. Foix sieht Parallelen zu Roosevelts New Deal: "Das Normalste wäre es, wenn sich Washington an die Wall Street wenden würde, um sich um einen guten Kurs bei den großen Banken zu bemühen, die sich in der engen New Yorker Nebenstraße konzentrieren. Das Paradoxe an dieser Krise, die uns jeden Tag neue Überraschungen beschert, ist dass sich die [Banken der] Wall Street an Washington gewendet haben. Sie bitten um öffentliche Gelder, die sie aus dem Sumpf holen sollen, in dem sie stecken. ... Die Liberalen der Chicago-Schule und die vom Philosophen Leo Strauss inspirierten Neokonservativen rechneten vor fast einem halben Jahrhundert wohl kaum damit, dass es der Markt wäre, der den Staat um Hilfe bitten würde. Doch das Interessanteste am Kapitalismus ist, dass er in der Lage ist, seinen Lauf zu korrigieren, auch wenn er dabei eher sozialdemokratische als liberale Prinzipien annimmt, so wie Franklin D. Roosevelt es in den dreißiger Jahren mit seinem New Deal vorgemacht hat."
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