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Rzeczpospolita - Polen | Dienstag, 23. September 2008

Europäischer Gedenktag

Das EU-Parlament hat gestern vorgeschlagen, den 23. August zum Europäischen Gedenktag an die Opfer der stalinistischen und nazistischen Verbrechen zu erklären. Am 23. August 1939 wurde der so genannte Hitler-Stalin-Pakt unterzeichnet, der die Aufteilung Osteuropas zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion festlegte. Die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita lobt die EU-Initiative für den Gedenktag. "In diesem Fall geht es darum, die wirkliche Rolle der Sowjetunion aufzuzeigen, die ein Verbündeter Nazi-Deutschlands bei der Teilung Europas war und sich erst beim Kampf um die Beute auf die andere Seite schlug. Der Mythos des Siegers über das Dritte Reich diente Moskau nicht nur in der Innenpolitik, sondern wurde auch sehr lange als Begründung für eine besondere Behandlung der Sowjetunion und der kommunistischen Parteien in Westeuropa gebraucht. Die Ehrung der Opfer des Stalinismus analog zu den Opfern Hitlers wird eine grundlegende Verurteilung des stalinistischen Kommunismus darstellen. Dies ist – bis heute – für den Großteil der europäischen Linken ein Akt, den sie kaum akzeptieren kann."

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