De Standaard - Belgien | Montag, 29. September 2008
Benelux übernimmt Großbank Fortis
Die belgische Großbank Fortis scheint gerettet, nachdem die Regierung von Belgien, Luxemburg und den Niederlanden für elf Milliarden Euro 49 Prozent der Anteile übernehmen werden. Dazu schreibt die Tageszeitung De Standaard: "Ist es gebräuchlich, dass für diesen Meister des Marktes plötzlich die Regeln des Marktes nicht mehr gelten? Dreimal nein. Aber. Es gibt keine Alternative. ... Weil absolut vermieden werden muss, dass Fortis der erste Dominostein ist in einem europäischen finanziellen und wirtschaftlichen Blutbad, ist der ausgearbeitete Rettungsplan notwendig. Der Plan kann das Fortis-Schiff in ruhigeres Fahrwasser bringen, aber das Vertrauen in das belgische, europäische und weltweite Bankensystem ist damit noch lange nicht wiederhergestellt. Was wir in den vergangenen Tagen mit Fortis mitgemacht haben, ist nur eine Episode des brutalen Großreinemachens im finanziellen Sektor. Nur die weltweite gemeinsame Anstrengung von politisch Verantwortlichen und Bankern kann dazu führen, dass das Großreinemachen kein Blutbad wird."
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