Dnevnik - Bulgarien | Montag, 29. September 2008
Wer zahlt die Rechnung?
Wenn man Bulgarien besucht, kann man sich nur über die Straßen voller moderner Autos und Restaurants voller zufriedener Menschen wundern, schreibt die Tageszeitung Dnevnik. Dies sei aber nur Fassade. "Bulgarien lebt auf Kredit: Diejenigen, die mit ihrem Geldbeutel für alles aufkommen werden, sind die Neu- und sogar die Ungeborenen. ... Sie werden dafür bezahlen müssen, dass ihre Eltern keine energiesparende Gebäude errichtet haben, dass sie nicht in den öffentlichen Verkehr investiert haben und anstatt die Entwicklung erneuerbarer Energien zu fördern, Warmwasserkraftwerke gebaut haben. ... Und auch für Strom und Wärme werden ihre Ausgaben ansteigen. Diejenigen, die Warmwasserkraftwerke besitzen, Brennstoffe aus Russland importieren und Gas und Strom hier verkaufen, werden auch in der Zukunft mit ihrem Einkommen zufrieden sein können. Sie werden weiterhin durch Privatisierungsgeschäfte und durch erzielte Steuererleichterungen den Staat korrumpieren. ... Je stärker wir uns in die EU integrieren sollten, desto mehr sind wir draußen."
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