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Gazeta Wyborcza - Polen | Donnerstag, 2. Oktober 2008

EU hilft Banken, nicht Werften

Die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza vergleicht das Verhalten der EU gegenüber den polnischen Werften mit ihrem Verhalten gegenüber den kriselnden Banken – mit einem bitteren Unterton: "An dem einen Tag ist die EU bereit, ihre Regeln so zu dehnen, dass sie Subventionen für den Bankensektor von mindestens 10 Milliarden Euro erlaubt und behauptet das sei keine 'schädliche öffentliche Hilfe', sondern eine 'Marktoperation'. Und am nächsten Tag erklärt dieselbe Wettbewerbs-Kommissarin Neelie Kroes aus Holland, dass es gegenüber den polnischen Werften keine Nachsicht gibt. Sie müssen ihre öffentlichen Hilfen zurückzahlen, obwohl diese in ihrem Fall wesentlich geringer und über mehrere Jahre verteilt worden sind. Leider handelt die Europäische Union rechtmäßig. Die brutale Wahrheit ist die: Wenn eine mächtige Bank, an der die Hälfte der Europäischen Wirtschaft hängt, in ihren Grundmauern erzittert, dann reicht ein sonntäglicher Nachmittag, um Grünes Licht zu geben."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 2. Oktober 2008

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