Der Standard - Österreich | Dienstag, 4. April 2006
Endspurt im italienischen Wahlkampf
Hans Rauscher empört sich, dass der österreichische Kanzler Wolfgang Schüssel Berlusconi im Wahlkampf "Alles Gute, lieber Silvio" gewünscht hat. "Berlusconi ist ein schlechter, weil uninteressierter und nur auf den eigenen Vorteil bedachter Europäer. Seine Wiederwahl wäre eine Katastrophe für Italien, das jetzt schon am Rande undemokratischer Verhältnisse dahintaumelt, und für Europa - wegen der Beispielwirkung. Was ist in Schüssel gefahren, für diesen gefährlichen Scharlatan eine derart warmherzige Wahlempfehlung abzugeben? Noch dazu, wo die meisten anderen christdemokratischen Parteien Berlusconi nur mit der Wäscheklammer auf der Nase begegnen, wo sein Gegenkandidat Romano Prodi ein aufrechter Linkskatholik ist und Italiens Finanzen schon einmal saniert und für den Euro reif gemacht hat?"
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