Népszabadság - Ungarn | Mittwoch, 8. Oktober 2008
Schwieriges Verhältnis
Tibor Kis macht sich in der links-liberalen Tageszeitung Népszabadság Gedanken über die jüngsten Spannungen zwischen der Slowakei und Ungarn. "Es war nicht gerade erbaulich, was da in den vergangenen Tagen in den slowakisch-ungarischen Beziehungen abgelaufen ist. Aber es hat den Anschein, dass wir uns wohl auch daran gewöhnen müssen. ... Unser größtes Problem freilich ist Ján Slota und seine irrationale Ungarn-Phobie. Es ist natürlich einfach zu sagen (wie es unsere ausländischen Freunde tun), dass wir uns über die Sache erheben sollten. Über Slota können wir uns aber schlicht und einfach nicht 'erheben' – wir können nicht darüber hinwegsehen, dass dieser primitive und über die Maßen rabiate Politiker die rechte Hand von [dem slowakischen] Premier Robert Fico ist. Die Geschehnisse hatten aber auch Facetten, die Hoffnung in uns aufkeimen lassen: Fico hat sich zum ersten Mal – wenngleich halbherzig – von Slota distanziert. Das rechnen wir ihm an. [Aber] auch Ungarn hat Fehler begangen. ... In der Kakophonie der vergangenen Tage war vielleicht ein Schweigen am auffälligsten. Es ist nicht auszuschließen, dass gerade Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány mit seiner stillen Zurückhaltung das meiste für das ungarisch-slowakische Verhältnis getan hat."
» zum ganzen Artikel (externer Link, ungarisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Innenpolitik, » Ungarn, » Slowakei
Alle verfügbaren Texte von » Tibor Kis
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 8. Oktober 2008