Der Standard - Österreich | Freitag, 10. Oktober 2008
Russland profitiert von ukrainischem Machtkampf
Vor allem Russland profitiere vom ukrainischen Machtkampf zwischen Premierministerin Julija Tymoschenko und Präsident Viktor Juschtschenko, schreibt Der Standard: "Die nächste Etappe dieses Machtkampfes sind vorzeitige Parlamentswahlen am 7. Dezember - die dritten binnen drei Jahren. Die Wahlen sind eine indirekte Folge des Georgienkrieges. Während Juschtschenko ... das Vorgehen Russlands verurteilte und sich klar auf die Seite seines umstrittenen georgischen Amtskollegen Michail Saakaschwili stellte, vermied Timoschenko jede offene Kritik an Moskau. ... So wird eine Polarisierung gefördert, die dem Land als Ganzem schadet - und Russland neue Einflussmöglichkeiten eröffnet. Das ist umso trauriger, als es sowohl in der Bevölkerung als auch in Politik und Wirtschaft einen breiten Konsens darüber gibt, dass die Zukunft des Landes in der EU liegt. Aber mit den derzeitigen politischen Hauptakteuren ist der Weg dorthin blockiert."
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