Dnevnik - Bulgarien | Montag, 13. Oktober 2008
Neuer Warschauer Vertrag
Vor kurzem haben sich mehrere ex-sozialistische Staaten auf ein Abkommen gegen die Klima- und Energiepolitik der EU geeinigt. Die Tageszeitung Dnevnik vergleicht das mit dem Warschauer Pakt: "Was hat diese ... Staaten bewegt, sich die Hände zu reichen? ... Die Realität ist, dass die Energieeffizienz jener ... Länder peinlich niedrig ist. Deren Energieaufwand ist vor allem Energieverschwendung, aber keine Energieeffizienz. Die Sorge ... hat mehrere Quellen: sozialistische Trägheit, politischer Trotz, Mangel an strategischer Fantasie, osteuropäischer Provinzialismus und selbstverständlich wirtschaftliche Interessen der Stromproduzenten. Denn sie sind große Energieerzeuger auf Kohlebasis (Polen bezieht 92 Prozent seines Stroms aus Kohle, bei der Slowakei sind es 42 Prozent und bei Bulgarien 45 Prozent). Kohle hat stets den größten CO2-Anteil. ... Die Energieuneffizienz kostet Zehntausende jährlich das Leben und senkt die realen Einnahmen. Die Lösung gegen diese verdeckte Tragödie ... [liegt] in der Steigerung der Energieeffizienz der Wohnungen. ..."
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