De Standaard - Belgien | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Die dritte Krise
Nach der politischen und finanziellen Krise droht Belgien nun auch eine soziale Krise, warnt die Tageszeitung De Standaard: "Die Entlassungswelle, die seit ein paar Wochen über unser Land schwappt, ist nur ein erster Vorbote der dritten Krise. ... Aber die soziale Krise - Arbeitsplatzverlust, sinkende Kaufkraft, die Spirale der Rezession - droht noch viel einschneidender zu sein. Sie ist eine Krise, bei der die Politik eine wichtige Rolle spielen muss, aber genauso auch die wichtigen Tarifpartner: Arbeitgeber und Gewerkschaften. Nur wenn diese drei Gruppen auf verantwortungsvolle Weise mit der Krise umgehen, können wir den Schaden begrenzen. ... Das verantwortungslose Verhalten vieler Bankiers trägt sicher nicht dazu bei, das Vertrauen in die Arbeitgeber zu fördern. Der überflüssige Streiktag in der vergangenen Woche lässt das Schlimmste von den Gewerkschaften vermuten. Und der zusammengeschusterte Haushalt der Regierung [von Premierminister Yves] Leterme untergräbt das Vertrauen in die Politik."
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