Gazeta Wyborcza - Polen | Montag, 27. Oktober 2008
Teure Ostsee-Pipeline
Durch die Finanzkrise wird die geplante deutsch-russische Gaspipeline Nord Stream noch teurer als ursprünglich geplant. Die Krise stelle daher den ökonomischen Sinn der Gasleitung durch die Ostsee noch mehr in Frage als bisher, kritisiert die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza. "Während der drei Jahre, in denen das Projekt angelaufen ist, haben sich die Kosten verdoppelt und betragen nun 14 Milliarden Dollar. Das sind nur Schätzungen, weil man die vollständige Kalkulation für die 'Nord Stream' nicht preisgibt. Für die astronomischen Kosten der Leitung, die über den Meeresboden führt, werden die Kunden der EU mit höheren Gasrechnungen aufkommen müssen. Noch ist Zeit, von dem Projekt Abstand zu nehmen. Der Bau einer Gaspipeline aus Russland nach Europa wäre billiger und mit weniger Risiken für die Umwelt verbunden, wenn sie über das Land statt durch das Meer führen würde. Solche Vorschläge haben verschiedene polnische Regierungen seit drei Jahren gemacht."
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