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La Repubblica - Italien | Montag, 27. Oktober 2008

Berlusconi verachtet die Demokratie

Die links-liberale Tageszeitung La Repubblica verurteilt Berlusconis Reaktion auf die Massenkundgebung als Geringschätzung der Demokratie. "Die Kundgebung als Ansammlung von Schwätzern zu bezeichnen und dem Oppositionsführer zu raten, er solle Ferien machen und die Regierung in Ruhe ihre Arbeit machen lassen, heißt, das faire Spiel der Demokratie und der Opposition zu missachten. ... Hinter seinen verärgerten Worten versteckt sich eine totalitäre Vision der politischen Dialektik. Es ist nicht nur Unduldsamkeit gegenüber jeder Form von Pluralität der Meinungen, es ist auch Intoleranz gegenüber dem, was [der italienische Schriftsteller und Philosoph] Antonio Gramsci als die demokratische Belagerung bezeichnet hat: Dass nämlich die Kräfte, die eine Regierung anstreben, die Regierenden scharf kritisieren und eine Alternative vorschlagen müssen. Und das ist genau, was die Partei getan hat. ... Der 25. Oktober hat bewiesen, dass eine andere Politik nicht nur möglich sondern notwendig ist. Das ist die Mission der demokratischen Partei [PD]."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 27. Oktober 2008

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