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Les Echos - Frankreich | Donnerstag, 30. Oktober 2008

Obamania

Die Wirtschaftszeitung Le Monde reflektiert über das Phänomen "Obamania" in Europa, und meint, dass die Europäer ihre Erwartungen an den nächsten US-Präsidenten nicht zu hoch schrauben sollten: "Wenn die Europäer am 4. November den nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten wählen könnten, wäre das Ergebnis zweifellos ... eine sehr breite Mehrheit ... für Barack Obama. ... Aber egal wie der Präsident heißen wird, oder ob ein Republikaner oder Demokrat am 20. Januar 2009 das Weiße Haus betreten wird – die Europäer erwarten zu viel von ihm. ... [Sie] erwarten eine radikale Kurskorrektur der amerikanischen Außenpolitik. ... Aber die Europäer sollten sich nichts vorgaukeln. ... Paradoxerweise, um eine so radikale Veränderung der amerikanischen Politik zu erreichen, wie die Europäer es sich heute wünschen, sollte sich Europa, das eine Wirtschafts- und Handelsmacht geworden ist, verändern und eine echte politische Persönlichkeit annehmen, um ein ernsthafter Partner der Vereinigten Staaten neben China, Russland und den anderen Schwellenmächten zu werden."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 30. Oktober 2008

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