Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 30. Oktober 2008
Spanien will in die G20
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung kommentiert die Bemühungen des spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero, doch noch eine Einladung zum Treffen der G20-Gruppe zu erhalten. Die G8- und wichtigsten Schwellenländer werden im November in den USA über eine Neuordnung des Finanzmarktes diskutieren. "Eigentlich dürfte kein Zweifel daran bestehen, dass das seit dreißig Jahren demokratische und wirtschaftlich erstaunlich aufgeblühte Spanien nicht länger am Katzentisch sitzen sollte, wenn über richtungweisende Strategien der internationalen Gemeinschaft gesprochen wird. Das mit geschickter nationaler Steuerung und üppigen europäischen Fonds zu einem ökonomischen Musterland gediehene Spanien ist inzwischen beim Bruttoinlandsprodukt die Nummer 5 in der EU und die Nummer 8 in der Welt. Dennoch bleibt es bislang auch bei den G8-Treffen draußen vor der Tür. ... In seiner zweiten Amtszeit entwickelt Zapatero nun außenpolitischen Ehrgeiz. Doch die Klopfzeichen aus Madrid haben einstweilen nur geringes Echo bewirkt."
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