La Repubblica - Italien | Freitag, 31. Oktober 2008
Studentenproteste in Italien
Hunderttausende Menschen haben gestern in Italien gegen die vom Senat verabschiedete Bildungsreform und die im Haushaltsplan festgesetzten Kürzungen im Bildungswesen protestiert. Die Tageszeitung La Repubblica weist auf die Hauptproblematik hin: das befristete, prekäre Arbeitsverhältnis in den Schulen und den Universitäten. "Bildungsministerin Gelmini hat es geschafft. Sie hat Mütter und Kinder, Schüler und Lehrer zusammengeführt und so den Generationenkonflikt, der das Land lähmte, beigelegt. Mit der Universitätsreform, die keine ist, sondern nur die Kürzungen des Haushaltsplans von Finanzminister Tremonti passiv durchführt, hat sie die Studentenbewegung wiederbelebt. Die Kundgebungen richteten sich gegen die Ministerin, der wahre Feind ist jedoch ein anderer: Das befristete Arbeitsverhältnis. Opfer der Kürzungen von 87.000 Arbeitsstellen, die ohne Rücksicht auf Verdienste und Qualität geschehen, sind die Angestellten. ... Die Studenten verurteilen den fehlenden Generationswechsel und die Vetternwirtschaft an den Lehrstühlen und fordern neue Studienpläne zur Forschung."
» weiterführende Informationen (externer Link, italienisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Wissenschaft / Forschung, » Italien
Alle verfügbaren Texte von » Tito Boeri
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 31. Oktober 2008