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Cotidianul - Rumänien | Dienstag, 4. November 2008

Schändung von mehr als 100 jüdischen Gräbern

Weil die rumänische Polizei die Schändung des Bukarester Judenfriedhofs bislang nicht als antisemitischen Vorfall einstuft, wirft ihr die Tageszeitung Cotidianul Gleichgültigkeit vor: "Alles Gestottere der Polizei ist die Spitze des Eisberges einer Gleichgültigkeit, die gepaart ist mit der Angst vor der eigenen Vergangenheit (wir haben immer noch große Probleme, die Schuld Rumäniens am Holocaust anzuerkennen), mit der Angst an allem, was den rumänischen Antisemitismus betrifft (der Fanatismus einiger rumänischer Intellektuellen aus der Zwischenkriegszeit wird schnell als 'jugendlicher Fehltritt' katalogisiert und fertig). Über 100 Gräber sind nicht einfach so zerstört worden – das war eine Aggression von einem Ausmaß, die man nicht einigen betrunkenen Jugendlichen zuschreiben kann. Warum passiert so etwas? Niemand scheint am Motiv interessiert zu sein. Der Premier und der Justizminister haben mehr symbolisch eine schnellere Untersuchung gefordert. Seither sind zehn Tage vergangen und es gibt keine Antwort."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 4. November 2008

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