The Independent - Großbritannien | Donnerstag, 13. April 2006
Der Iran als Atommacht
Die sich verschärfende verbale Auseinandersetzung zwischen dem Iran und dem Westen macht Adrian Hamilton Sorgen. "'Hört doch um Gotteswillen auf', möchte man schreien. 'Seht ihr denn nicht, dass das nirgendwohin führt'... Das Problem mit der derzeitigen westlichen Linie ist, dass man versucht, Teheran zur Unterwerfung zu zwingen, und gleichzeitig seine Motive und seine Führung im schlechtesten Licht erscheinen lässt. So versteht man die Politik dieses Landes falsch und unterschätzt seine Entschlossenheit. Der neue iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist mit seinen Äußerungen der iranischen Sache sicher nicht dienlich. Doch der Westen muss begreifen, dass er gewählt wurde und dass sein nationalistisches Pochen auf dem Recht der Iraner, Atomtechnologie zu nutzen, sehr populär ist... Anders als Nord-Korea (das Washington und die Europäer ganz anders behandeln) hat Iran den Atomwaffensperrvertrag nicht gebrochen."
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