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Magyar Nemzet - Ungarn | Dienstag, 11. November 2008

Ungarns Schwäche ist Schuld

Die regierungskritische konservative Tageszeitung Magyar Nemzet sucht die Ursachen für den slowakisch-ungarischen Konflikt in der Schwäche und Unentschlossenheit der ungarischen Regierung. "Die politische Elite in Ungarn kämpft seit zwei Jahrzehnten unermüdlich gegen Radikale, Ausgrenzer und Antisemiten. Gleichwohl wird der jetzige Konflikt in Europa als Streit zwischen slowakischen und ungarischen Nationalisten gesehen. Und dies, obwohl in Ungarn keine einzige maßgebliche politische Kraft die Provokationen der Rechtsradikalen gut geheißen hat. Ganz anders in der Slowakei: Dort wird in Regierungskreisen in einem Ton über Ungarn gesprochen, den sich hierzulande nur marginale, radikale Figuren erlauben. ... Das Hauptproblem ist aber in Wirklichkeit in der Schwäche und dem Autoritätsverlust des ungarischen Staates zu suchen. Jene Nation, die weder im Stande ist, ihre Interessen zu vertreten noch ein starkes Selbstbewusstsein hat, wird von ihren Nachbarn verachtet. ... Es wäre endlich an der Zeit, dies zu erkennen. Guten Morgen, Ungarn!"

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 11. November 2008

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