Dilema Veche - Rumänien | Mittwoch, 12. November 2008
Das Geschäft mit der Wahl
Die Rumänen wählen am 30. November ein neues Parlament. Während die Finanzierung der Wahlkampagne in den USA offengelegt werden musste, sieht das in Rumänien anders aus, schreibt die Wochenzeitung Dilema Veche: "In Rumänien ist die Finanzierung der Wahlkampagne kein Thema auf der öffentlichen Agenda. Über die Finanzierung spricht man, wenn die Wahlen abgeschlossen sind. ... Der Rechnungshof findet häufig Unregelmäßigkeiten, es gibt Gelder, die auf den Parteikonten nichts zu suchen haben, doch Nachrichten darüber sind nur sporadisch zu vernehmen. In diesem Jahr müsste die Aufmerksamkeit eigentlich höher sein, denn die Wahlkampagne wird kostenintensiver sein. So verlangt der Privatrundfunk erstmals Geld für die Wahlspots der Kandidaten. ... Es wird 'klassische Wahlgeschenke' (Mehl, Maismehl, Speiseöl) geben, besonders in den dörflichen Gegenden. … Im Frühjahr gab es in den Kommunen Sintesti und Stefanesti Unregelmäßigkeiten beim Wahlgang und Vorwürfe des Stimmenkaufs. Am 30. November könnte sich der Skandal in einem weitaus größeren Ausmaß wiederholen."
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