Trouw - Niederlande | Freitag, 14. November 2008
Vorbote einer neuen Weltordnung
Vertreter der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) treffen sich am Samstag zu einem Finanzgipfel in Washington. Die Tageszeitung Trouw sieht das Treffen als Vorbote einer neuen Weltordnung, in der nicht-westliche Länder wie China eine größere Rolle spielen: "Die G20 scheint eher ein Spiegel der neuen wirtschaftlichen und politischen Machtverhältnisse in der Welt zu sein als eine erweiterte G8. Wichtig ist auch, dass sie anders als die G8 kein exklusiver westlicher Club ist. ... Man vergisst zu oft, dass die ganze Weltordnung eine westliche Schöpfung ist. Das internationale Recht, Institutionen wie die UN, die WHO und die OECD sowie die meisten internationalen Verträge sind westliche Initiativen, die nach Ansicht nicht-westlicher Länder nicht immer ihren Interessen dienen. Die Finanzkrise bietet diesen Ländern eine goldene Chance, die Weltordnung zu reformieren. Und das geht zulasten von uns, den westliche Ländern. Das führt zu neuen Spannungen in den Beziehungen zwischen Ländern. Aber neue Abhängigkeiten können auch stabilisierend sein. ... Der kommende G20-Gipfel könnte der Vorbote einer neuen interpolaren Welt sein."
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