Kathimerini - Griechenland | Dienstag, 18. November 2008
Klage gegen Griechenland
Aufgrund des Vetos gegen den Nato-Beitritt der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien (FYROM) hat Skopje am Montag Klage gegen Griechenland beim Internationalen Gerichtshof (IGH) eingereicht. Das Nachbarland habe seine Verpflichtungen aus dem bilateralen Zwischenabkommen aus dem Jahr 1995 nicht eingehalten, so der Vorwurf. Der renommierte Journalist Stavros Lygeros kritisiert in der Tageszeitung I Kathimerini den Schritt Skopjes. "Es ist wahr, dass ein Veto das Interimsabkommen verletzen würde. ... Griechenland hat das Veto aber nicht benutzt, weil es nicht nötig war. Formell ist die FYROM außerhalb der Nato geblieben, weil es die Nato beschlossen hat, und nicht wegen eines griechischen Vetos. Deshalb ist die Klage nicht ausreichend begründet. Auf der politischen Ebene aber lässt dieser Schritt von Nikola Gruevski [Premierminister von FYROM] die Verhandlungen um den Namen [Mazedoniens] in der Luft zerplatzen. Formell zieht sich keine der beiden Seiten von den Verhandlungen zurück. Im Wesentlichen erlischt damit die Möglichkeit einer Einigung auf ein Abkommen."
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