La Repubblica - Italien | Freitag, 21. November 2008
Sieg für die Sprache Dantes
2004 klagte Italien gegen eine nur dreisprachige, EU-externe Ausschreibung der EU und hat gestern vor dem Europäischen Gerichtshof Recht bekommen. Die Tageszeitung La Repubblica sieht in dem Urteil einen Sieg für die Sprache Dante Alighieris: "Gemeinsam mit anderen Ländern, darunter Spanien und Litauen, hat sich Italien gegen die Vorherrschaft von Englisch und Französisch gewehrt, zu denen sich anmaßend Deutsch gesellt hat. ... Die Vielfalt der Sprachen und ihre Gleichberechtigung werden weiter verteidigt werden. Nun sind bereits Stimmen zu hören, die auf EU-Versammlungen alle Sprachen zulassen wollen, auch solche, die von der Mehrheit der Europäer als exotisch erachtet werden - wie Gälisch und Maltesisch. Das sind legitime Forderungen, auch wenn in Brüssel, das längst in Babel umgetauft worden ist, der Multisprachgebrauch mit Tonnen von Dokumenten und Protokollen, die tagtäglich übersetzt werden, ein großes Problem darstellt."
» weiterführende Informationen (externer Link, italienisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Alberto d'Argenio
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 21. November 2008