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Magyar Hírlap - Ungarn | Freitag, 21. April 2006

Miklos Gaspar Tamas über die Spuren der Diktatur

Der Philosoph Miklos Gaspar Tamas fragt, warum in Ungarn immer die Politiker besonders populär sind, die neutral oder parteilos wirken. "Diktaturen, insbesondere die stalinistische und poststalinistische Diktatur, werden von den Menschen als negativ empfunden, weil sie auf einer einzigen großen Idee basieren. Sie zwingen der chaotischen, bunten, auseinanderstrebenden Realität ein strenges moralisches Konzept auf. Als Folge werden nun Prinzipientreue, Loyalität, Opferbereitschaft, Selbstlosigkeit, Askese, Puritanismus und Unbestechlichkeit... als gefährliche, 'kommunistische Sache' verdammt... Diese im Privatleben geschätzten Tugenden gelten im öffentlichen Leben als verdächtig... Die späte bürgerliche Gesellschaft Ungarns verachtet die bürgerliche Demokratie."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 21. April 2006

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