De Volkskrant - Niederlande | Dienstag, 23. Dezember 2008
Tyrannenmord ist einzige Lösung für Simbabwe
Die aktuelle Situation in Simbabwe sei nur mit Gewalt zu retten, weil der Diktator des Landes, Robert Mugabe, dem Druck nicht weichen werde, meint die überregionale Tageszeitung De Volkskrant: "In der Antike war der Tyrannenmord eine legitime Lösung, nun scheint man das so ungefähr das Schlimmste überhaupt zu finden. Das sahen wir bereits an den europäischen Reaktionen, als Saddam Hussein aufgehängt wurde: Das nannte man dann sofort barbarisch. Na, das Wort hätte ich damals zunächst vor allem für das Regime von Saddam Hussein gebraucht. Später dann, mit großem Abstand, für die Art und Weise, wie die Iraker nach Saddams Fall aufeinander los gingen. Und dann wieder ... für die amerikanische Methode von Krieg und Besatzung. In all dieser Barbarei betrachte ich die paar Minuten des zwischen Himmel und Erde baumelnden Tyrannen doch echt als die geringste Irrung der Zivilisation. Auch jetzt muss man sich fragen, was verwerflicher ist: militärisches Eingreifen, um Mugabe zu vertreiben, mit tausenden toten Zivilisten, oder ein einziger Mord."
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