România Liberă - Rumänien | Donnerstag, 15. Januar 2009
Bulgaren befürchten Lebensqualität-Verlust
Viele Bulgaren befürchten, dass die EU sie in ihrem traditionellen Lebensstil einschränkt, schreibt die rumänische Tagesszeitung Romania Libera: "Ein Beispiel dafür sei, was heute mit dem balkanischen Ritual Mese passiere. Es ist ein Wort türkischer Herkunft und existiert auch im Rumänischen für Fleisch und Kleinigkeiten. Die Mese sind keine ... einfachen Vorspeisen. Sie sind ein Lebensstil, eine Art wie man mittags oder abends mit Freunden feiert, rauchend, von Zeit zu Zeit einen Rakia trinkend, eingelegte Gurken und ein Häppchen Käse isst und vor allem tratscht - die Zeit spielt keine Rolle. Aber im neoliberalen Bulgarien von heute spielt die Zeit inzwischen eine große Rolle, besonders wenn sich die ganze Atmosphäre verändert. So kann man in den meisten Cafés nicht mehr rauchen. Doch was ist eine Mese ohne Zigarettenrauch? ... Die Menschen wollen traditionelle Mese, mit Zigaretten, Alkohol und verklebten Tischdecken, eventuell sogar mit Fliegenfallen, die von der Zimmerdecke hängen und sie haben auch ein Recht darauf. Europa sollte sich nicht in Kleinigkeiten einmischen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, rumänisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Alltagskultur, » Rumänien, » Bulgarien
Alle verfügbaren Texte von » Dan Alexe
» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 15. Januar 2009