Gândul - Rumänien | Montag, 2. Februar 2009
Das Glück des späten EU-Beitritts
Weil ein Großteil der Länder der EU, die den Hauptabsatzmarkt Rumäniens ausmachen, in der Rezession stecken, seien auch der Export und die einheimische Produktion Rumäniens betroffen, schreibt die Tageszeitung Gandul. Dennoch sei die Situation in Rumänien beträchtlich besser als in seinen Nachbarländern. "Rumänien trat 2007 zu einem Zeitpunkt in die EU ein, als die Spekulationsblasen im Immobilien-, Börsen- und Bankenbereich kaum Zeit hatten sich auszuweiten. Wären wir in der ersten EU-Erweiterungswelle 2004 beigetreten, würden wir uns jetzt so weit unten befinden wie Ungarn. Die Position Rumäniens wäre noch weitaus besser, hätte es kompetente Regierende. Doch das besorgniserregende Haushaltsdefizit hat die rumänische Wirtschaft extrem anfällig für externe Schocks gemacht. Jetzt wissen die Regierenden nicht, wie man aus der Krise herausfindet. Weil ihre Vorgänger sich verhalten haben wie ein paar Sonntagskinder: Sie haben sich mit Wasser bespritzt, als es regnete und jetzt, wo es trocken ist, stellen sie nur fest, dass es kein Wasser mehr gibt."
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