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De Standaard - Belgien | Montag, 2. Februar 2009

Gute Kulturkritik stirbt aus

Belgische Kulturkritiker klagen, dass der kritische Kulturjournalismus in den belgischen Medien ausstirbt. Es gebe zu wenig Platz, zu wenig Geld und es seien vor allem simple Artikel gefragt. Der Schriftsteller Oscar van den Boogaard unterstützt die Kritik, aber macht dafür in seiner Kolumne in der Tageszeitung De Standaard auch die Journalisten verantwortlich: "Kulturkritik darf in den Medien keine Nebensache werden, bei der für erfahrene und gediegene Analysten kein Platz mehr ist. In der sich nur noch unterbezahlte Frustrierte aufhalten, die sich profilieren wollen und Radau machen, anstatt sich in den Dienst der Macher und des Publikums zu stellen. Die ihren eigenen Mangel an Erfahrung und Vision mit Geschrei kompensieren. Lieber keine Rezension als so eine Rezension. Die Latte muss höher liegen. Der Kulturjournalist hat eine wichtige Funktion. Er kann die Brücke sein zwischen Kunstwerk und Zuschauer, die Kunst dem Rest der Welt erschließen. Er erzieht, begeistert und überrascht. Kunst in einer Welt, die aufhört zu denken und zu schauen, ist nur noch Dekor."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 2. Februar 2009

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