Dnevnik - Slowenien | Montag, 2. Februar 2009
Mittelstand muss Kaufkraft behalten
In der Online-Ausgabe der Tageszeitung Dnevnik beschreibt Dejan Kovač die Auswirkungen der Finanzkrise auf das Weltwirtschaftsforum in Davos: "Wenn es noch vor zwei Jahren verboten war, in Davos die Worte 'Staat' und 'Wirtschaftsregulierung' in einem Satz zu verwenden, so waren die Banker und Geschäftsleute, die sich noch getraut haben am Weltwirtschaftsgipfel teilzunehmen, diesmal bereit, auch die größten Brocken des staatlichen Interventionismus zu schlucken. ... Dass die noch vor kurzem neoliberale Welt nicht völlig auf den Kopf gestellt wurde, lag nur an der geteilten Angst vor Protektionismus. ... Die Wirtschaftskrise lässt sich nicht durch Milliardenspritzen aus Steuergeldern zur Sanierung der verlorenen Einsätze der Glücksspieler in den Spielkasinos der Wertpapiere lösen, sondern durch den Erhalt der Kaufkraft ... des Mittelstandes. Doch gerade der Mittelstand wird durch die Rezession und die steigende Arbeitslosigkeit ... ausgelöscht."
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